Es gibt Hoffnung im Ruhrgebiet - Bochum Barhopping
Mi, Jun 10, 2009
Am Montag hatten wir unsere monatliche Veranstaltung, Barkultur Meeting GSA-Sektion West. Um auch mal andere Stätten der Gastlichkeit zu besuchen, starteten wir ein Barhopping in der Bochumer Gastromeile “Bermuda-Dreieck”.
Wir starteten mit einem kleinen Snack bei Max Frituur mit belgischen Pommes und einem wahren Geschmack-Pot-Pourri von 25 verschiedenen Saucen, die meisten sind Handwerk, Eigenkreationen und ein echter Tip wenn man mal in der Nähe ist (Sauerbraten-Dip, Cuba Libre-Salza, Ingwer-Dip, Orangen-Limetten-Mayonaise um mal ein paar zu nennen).
Danach ging es nach Sichtung in “Hemingway’s” , das ist an einer der Spitzen des Bermuda-Dreiecks. Wir bestellten: Classic Daiquiri (und betonten dreimal das CLASSIC), Alexander und Negroni. Nachdem die Servicekraft hinter die Theke geeilt war, eine Kollegin konsultiert hatte und noch mindestens ein Barbuch hörten wir das Geräusch des Mixers: Unser Classic Daiquiri war wohl doch ein Frozen. Nachdem er den Mixer dreimal gut eine Minute angestellt hatte (Zitat aus der Runde: “Der Daiquiri ist definitiv TOT!”), war dann auch der Rest vollbracht. Serviert wurde: Ein Frozen Daiquiri im Hurricane-Glas, ein unglaublich wässriger Alexander mit viel Milchanteil und ein Negroni, den wir ob der Fleischeinlage zurückgehen lassen mussten und dessen Neuauflage warm und eher unlecker war.
Nächster Laden: “Three-Sixty”. Bestellung: Singapore Sling, Gibson, Cosmopolitan. Singapore Sling war lecker und eine nette Interpretation, der Gibson war ein gut ausgewogener Martini (leider fehlte die Silberzwiebel, ansonsten echt gut ausgewogen!) und beim Cosmopolitan war die Farbe kräftig, aber er war nicht gut balanciert. Nicht schlecht für ein American Finger Food Konzept, dort kehren wir sicherlich noch einmal ein und probieren die nächsten Cocktails.
Nach der Entscheidung doch nicht im Hooters einzukehren, in Respekt der anwesenden Dame, ging es ins “Angel’s”. Bestellung: Mai Tai, White Russian klassisch, Whisky Sour. Der Mai Tai war ok, der White Russian richtig gut und der Whisky Sour eine Interpretation mit Scotch, Zitrone und viel Soda, trinkbar und lecker, aber eben kein Whisky Sour. Dennoch ein zu empfehlender Laden!
Zum Schluß der “Livingroom”: Zu große Räumlichkeiten, nicht wirklich gemütlich, aber gute Auswahl an Spirituosen. Bestellung: Alexander und Daiquiri. Hier kam der Bartender selber an den Tisch und fragte ob der Daiquiri so ok sei, ihm wäre er ein Tacken zu sauer und beim Alexander fehlte lediglich der Strich Muskat zum richtig guten Cocktail. Fazit: Zu empfehlen, netter Bartender, guter Service selbst kurz vor Ladenschluß.
Es gibt also doch noch trinkbare und leckere Cocktails in Bochum….
Tags: angels, barkultur, bochum, gsa, hemingway's, livingroom, meeting, three-sixty





Juni 10th, 2009 at 20:35
Dafür, dass ich das erste mal im “Bermuda-Dreieck” war, und das auch noch auf einem Montag abend, war ich wirklich angenehm überrascht, ich denke, dass man auch dort, wie im großen von Ozean umgebenen Bermuda-Dreieck ganz schnell verloren gehen kann.
Auch dort ist nicht alles Gold, was glänzt, man merkt aber, dass der gesunde Kreislauf (Leute gehen gerne aus, weil die Gastronomie gut ist, und diese ist gut, weil viele Gäste da sind), der in Duisburg noch lange fehlt, einfach ganz natürlich vorhanden ist.
Auch dort besteht der Service aus Studenten, die Läden sind System-Lastig und klischeehaft, aber es ist freundlich und sehr gastorientiert, wie man es von Köln und Düsseldorf kennt.
Ein freundliches “cheers” auf Bochum, db