A A
RSS

Start eines Projekts

Fr, Mrz 19, 2010

Gastronomie, Netzwerk

Seit Wochen basteln wir im Hintergrund an einem Projekt mit Namen “Mischen im Pott” (auch erreichbar unter “Mission im Pott“). Dieses Projekt ist die Arbeitsgruppe aus unserem Barzirkel Ruhrgebiet. Wir haben lange überlegt, wie man die Gastronomen im Pott dazu bewegt, auch einmal vernünftige Cocktails zu servieren und nicht die 08/15-Klamotten von schlecht oder gar nicht geschultem Personal. Wir bieten nun dem geneigtem Gastronomen an, vorbeizukommen und den Gästen ob mit oder ohne Ankündigung feine Cocktails feilzubieten.

Hierzu sind jeweils verschiedene Bartender im klassischen Outfit (ja, es sieht ein wenig nach Kopie der Travelling Mixologists aus) vor Ort und beraten den Gast, einen der Cocktails, die dann auf der Tageskarte stehen, zu wählen. dabei ist das Portfolio dees Gastgebers vollkommen unangetastet und sollte der Gastgeber schon Cocktails anbieten, vermeiden wir, ebendiese ebenfalls anzubieten.

Wir haben uns gedacht, das wir hier endlich zeigen können, das Cocktails durchaus für jeden gast etwas begehrliches sind und sich der Wareneinsatz und auch der Einsatz beim Thema Schulung des Personals lohnt.

Tags: , ,

2 Comments For This Post

  1. Mike (Triobar) Says:

    Hallo Pottmischer!!!
    Wünsche euch sehr viel Erfolg und vor allem ganz begeisterte Gäste,
    das ganze erinnert mich allerdings mehr an mein Projekt Barbesetzer als an die Trav Mix, wenn wir auch keine Barjacken tragen…
    Mike

  2. daniel witti Says:

    moin Mike, lieben Gruß und Dank nach Berlin,

    unser Projekt “Mission (Mischen) im Pott” ist unsere Schlussfolgerung auf ein langes Knobeln um Wege, wie wir dem Ruhrpottgast aufzeigen können, dass z. B. eine Caipi nicht immer im Jumbo-tumbler mit blinkenden Eiswürfeln serviert werden muss, und der Kater am nächsten Morgen eigentlich nicht in den Verkaufspreis einkalkuliert wird.
    Ruhrpottland ist Pilsland, ehemals regiert von Eckkneipen, Kellerbars und zäuneüberschreitenden Gartenfesten.
    Doch durch die industrielle und kulturelle Umstrukturierung wird vom heutigen Gast nach neuen Erlebnissen gesucht, man möchte gerne rausgehen, trinken, was erleben. Da wir hier die Barkultur in der Vergangenheit leider nie ausgebaut haben, haben die Systemgastronomien leichtes Spiel mit ihrem Personalstamm auf 400,-€ Basis und der günstigsten Art der Materialbeschaffung, seine horrenden Mieten zu zahlen und ganz nette pro – store Gewinne auszuwaschen. Aber diese Konzepte sehen gut aus und sich darinbefindlich sieht man eben auch selbst gut aus.
    Die neue Generation “Ruhrstädter” kennt es hier nicht anders, als 45 Minuten auf seinen übel zubereiteten Drink mit markenlosen Hausspirituosen zu warten, diesen plump serviert zu bekommen, dafür eine fette Rechnung zu bekommen und am nächsten Morgen Glasscherben in den Hirnwindungen zu spüren.

    Wir “Pottmischer” finden uns zusammen, weil wir auch über den Tellerrand hinausschauen, wir lesen unsere Magazine, besuchen Fachmessen, Verkostungen und tauschen uns aus.
    Der Gast, von dem wir letzendlich leben, wird durch uns mit dem Wissen über flüssige Genussmittel verwöhnt, jedoch nicht ganz so einfach, wie es bei Euch in der Weltstadt Berlin funktioniert.

    Wir haben uns zusammengefunden, um dem Ruhrpottgast überhaupt ersteinmal eben diese Genusswelt aufzuzeigen, wir versuchen dem Gast zu zeigen, dass es eine größere Drinksvielfalt gibt, als es sie in den “Copy – Paste – Cocktailkarten” im gesamten Ruhrgebiet gibt.

    Wir möchten den Gast vor dem Kater verschonen, ihm zeigen, dass er/sie seine Wünsche oder Interessen äußern darf und auch sollte, dass man auch ein “Bitteschön und zum Wohle” beim Erhalt bekommen kann, und dass ebendieser Gast sein Recht erkennt, wie ein König, und nicht wie ein wandelndes Portemonaye behandelt zu werden.

    Unsere Aufgabe tief im Westen wurde neulich von einem Arbeitskollegen aus München mit “Streetwork” verglichen.

    Daher möchten wir die Möglichkeit, wahren Genuss zu bieten und auch verlangen zu dürfen, in einer gewissen Art von beruflichem Perfektionissmus mit ruhrpöttischem Charme, sowohl dem Gaste, als auch dem Gastronomen bieten, – professionelle Nacharmung höchst erwünscht!!!
    Denn so kann die (@Mike: UN-leere Worthülle) Barkultur im Ruhrgebiet wachsen, genossen werden und sich derer der anderen deutschen und europäischen Metropolen anpassen und wir kommen der Welt ein Stückchen näher.

    Last but not least: Genuss geht nicht nur über die Zunge…

    purely enjoy, db

Leave a Reply

© 2009 drinkblog

drinkblog by drinkmix.de