Eigener Senf
So, Jun 27, 2010
Ich habe lange überlegt, ob ich es machen soll. Es geht schließlich um einen Pressetext rund um das Thema Getränke. Zunächst der Pressetext:
Ob Sommer oder Winter: Die canco Cocktails aus der praktischen Dose erobern in den beliebten Sorten „Piña Colada“, „Sex on the Beach“ und „Mai Tai“ die Getränkeszene. Ohne das Mischen verschiedener Zutaten sind die can (dt.: Dose) Cocktails zum sofortigen Verzehr geeignet. Wer kein Glas parat hat, kann die fruchtigen Drinks ganz einfach aus der bunten Dose, durch den beigefügten Periskop-Trinkhalm genießen.
Alle Cocktailsorten sind frei von künstlichen Farb- sowie Konservierungsstoffen und haben einen extrem hohen Fruchtanteil: „Sex on the Beach“, „Mai Tai“ besitzen 40% und „Piña Colada“ 15% reinen Fruchtgehalt. Alle drei Sorten beinhalten 10% Vol. Alkohol. Derzeit sind die 250ml Slimline Dosen in über 200 Trinkgut Filialen erhältlich. Der Vertrieb der Cocktails soll weiter ausgebaut werden. Zusätzlich arbeitet die canco Beverages GmbH an einem eigenen Online-Vertrieb. VK-Preis: 2,69 € (zzgl. Pfand)
Übrigens: Ein Sommerpicknick am Rhein und die Lust auf einen Cocktail ohne großen Vorbereitungsaufwand, veranlasste das canco-Team zur Entwicklung des neuen Getränks. Frisch und lecker sollte es schmecken: So wurde zwei Jahre lang an der Rezeptur gefeilt, bis die Cocktails den hohen Ansprüchen der Erfinder genügten.
Über canco:
Die canco Beverages GmbH ist ein junges, kreatives Unternehmen, das sich mit voller Hingabe und Leidenschaft den Cocktails aus der Dose verschrieben hat. Die im Jahr 2008 gegründete Firma steuert unter der Geschäftsführung von Philipp Mudersbach alle Prozesse eigenhändig: von der Produktion, über das Design bis hin zum Marketing. Kreativität und Innovation sind die obersten Prämissen der canco Beverages GmbH.
Weitere Informationen unter:
www.canco.de
Quelle: Canco Beverages GmbH
Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, solche Texte zu veröffentlichen, ohne jeden Kommentar, um den geneigten Leser per Kommentar zu bitten, Stellung zu beziehen, kann ich nicht umhin, diese Meldung zu kommentieren.
Fertige Cocktails in Behältnissen anzubieten, die dann nur noch auf Eis geschüttet werden müssen, oder vielleicht noch Säfte dazu zu geben sind, sind aus meiner Sicht schon schlimm. Sind diese “Getränke” doch meist nur noch auf Profit gestrickt, meist mit künstlichen Geschmacks- und Farbstoffen gespickt. Ich habe die Shattlers dieser Welt probiert, auch die Metro-Kiste mit den Fertig-Cocktails. Es hat mich Überwindung gekostet, aber es war schlimm.
Nun die nächste Stufe: man benötigt noch nicht mal ein Glas, konsum direkt aus der Dose durch den angehefteten Strohhalm. Und dann doch die drei “beliebten Sorten”…. Soviel Liebe dieses Unternehmen auch in ihr Produkt steckt, ich will so etwas nicht mehr probieren müssen…
Und dann noch der Preis! Man bekommt hier also einen Mai Tai für 2,69€ zuzüglich Dosenpfand. Ich rechne mal rückwärts:
- Produktion der Dose inklusive Aufdruck bei großen Stückzahlen: 0,11€
- Branntweinsteuer bei einem “richtigen” Mai Tai nach Don the Beachcomber : ca. 0,39€
- Zutaten üblich bei einem Mai Tai a la Don: ca 1,00 €
- Mehrwertsteuer: 0,43€
Zwischensumme: 1,93€ bleibt also ein Wert von 0,76€ über, die sich die Herstellungskosten, Gewinn für den Verkäufer und Gewinn für den Hersteller weiter reduzieren. Für mich fängt es schon hier an zu stinken…. ohne das ich je einen Blick auf die ganzen “E” der Dose geworfen habe.





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