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Von bunten Sachen und Trends die Enthusiasten viel zu früh in Brand setzen

Mo, Aug 16, 2010

Gastronomie

So langsam beginnt der Tikizug in unserem Sprachraum wieder an zu fahren, zumindest unter den bisherigen Verfechtern rein klassischer Barkunst. “Neue” alte Rezeptbücher werden wieder aufgelegt, Tikibecher werden allerorts gesucht und dann direkt gekauft, alten Chancen “früher” nicht genügend zugeschlagen zu haben wird hinterhergeweint.

Tiki bringt Freude und ist eigentlich ein polynesisches Lebensgefühl, von dem viele Mitbürger sehr weit entfernt sind. Tiki ist bunt, Tiki ist verspielt, Tiki ist offen, Tiki ist kommunikativ. Allerdings verstehen die meisten Mitbürger Tiki Cocktails überhaupt als Cocktails und haben noch ein Problem damit klassische Cocktails zu begreifen. Der Tikitrend in den USA ist da, dem stimme ich uneingeschränkt zu, aber ihn jetzt hierzulande einzusetzen, empfinde ich als zu früh.

Trends kommen aus den Staaten immer wieder gerne, meist mit einer Verzögerung von mittlerweile gut einem Jahr. Die Tiki Cocktail Welle wird kommen, unaufhaltsam, wie Wellen halt so sind, aber jetzt schon auf den Zug aufzuspringen, der eigentlich noch auf einem anderen Bahnhof harrt, kann in die Hose gehen…

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1 Comments For This Post

  1. dirk Says:

    ist Tiki wirklich so weit von classic entfernt? Tiki enthält eigentlich alles was unser “classic-standart” bietet… Infusionen/ freshness/ cuisine-style/ eigene kombinationen- alles da. nur der lifestyle ist warscheinlich schwieriger auf die Gäste zu übertragen, ohne
    dass es zur Druckbefüllung und Sodom eskaliert… ich glaube das es genügent Kollegen hier gibt, die den Master Ninja-Level im Inneren tragen und Tiki raus lassen wollen. schade das die meisten Bars Spass am Ernst haben und mit ihrem Wettrüsten beschäftigt sind..

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