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Gestern in Köln: DBU Sektion NRW

Di, Jun 26, 2012

Gemischtes

Seit Januar bin ich also Mitglied der deutschen Barkeeper Union e.V. (DBU) und wie versprochen wollte ich darüber berichten, freiwillig. Gestern war unser Sektionstreffen in Köln, genauer im Al Salam.  Die beiden Treffen, denen ich beigewohnt habe, und so wie ich erfahren habe, funktionieren so alle Treffen, bestehen immer aus einem Teil, der von der Industrie gestaltet wird und anschließend einem internen Teil, der Platz lässt für Diskussionen und organisatorisches.

Ich habe gelernt, das die Sektion NRW ähnliche Herausforderungen hat wie auch der Barzirkel Ruhrgebiet: Jede Menge Menschen, die Stolz sind Mitglied zu sein und damit auch gerne kokettieren, aber nur eine handvoll Mitglieder, die auch gewillt sind, anzupacken. Doch wie motiviert man all die anderen Mitglieder, an solchen Treffen teilzunehmen? Aber das an anderer Stelle…

Alle, die gestern nicht da waren, haben eindeutig etwas verpasst!! Und zwar zum einen das organisatorische, nämlich wie auf dem kommenden Verbandstag gewählt werden soll, damit die DBU den Staub der Vergangenheit ablegen kann. Und zum anderen einen wirklich guten und praxisnahen Vortrag von Steffen Lohr, seines Zeichens Brand Ambassador Bacardi in GSA. Über ersteres werde ich nicht näher Schreiben, das gehört nicht in einen Blog, aber über Steffens Vortrag schreibe ich gerne, ohne all zu viel zu verraten, damit er auch für andere spannend bleibt.

Der Vortrag, neben der spannenden Historie der Marke Bacardi, bestand aus wirklich viel Praxis, die Steffen im Laufe seiner Karriere an verschiedenen Stellen dieser Welt gemacht hat: Der Raum – Sidney, Biancalani – Frankfurt und jede Menge Vorträge von den weltweit besten Barmännern. Er ist einer von uns, ein Barmann und er wird es immer sein.

1. Teil der Praxis
Sirup schnell und einfach selber gemacht, frisch und in nahezu jeder nötigen Menge. Innerhalb einer Stunde hat er fünf verschiedene, teils sehr exotische Sirups hergestellt, natürlich auch seinen berühmten Nimm2-Sirup. Einen rauchigen Tee-Sirup, Rosmarin-Sirup, um nur zwei weitere zu nennen. Und das alles mit einem einfachen Gerät, das in jeder Küche zu finden ist: ein Wasserkocher. Wie er das gemacht hat und was zu beachten ist? Schade das ihr nicht da ward….

2. Teil der Praxis
Damit die Sirups nicht einfach nur so rumstehen, hat er sie natürlich auch verwendet. Thema: Wie richte ich meine Drinks in einer Bar an? Der Drink in einer Bar soll ein Happening sein, den Drink soll der Gast so in keiner anderen Bar serviert bekommen und das mit wirklich einfachen Mitteln, also nicht mit Werkzeug, das erst teuer angeschafft werden muss. Als kleines Beispiel: Dehydrieren von Zitrusfrüchten. Einfach in den Backofen dünne Scheiben der Zitrusfrüchte auf den Rost legen und mit offener Tür bei niedriger Hitze langsam das Wasser entziehen. Die Früchte können für viele Dinge genutzt werden: Deko auf oder am Drink, im Drink als Aroma, gemahlen als Räucherpulver. Es geht darum, einfach etwas außergewöhnliches zu präsentieren. Man kann abgefahrene Sachen machen, mit Zuckerwatte, oder mal mit anderen Behältnissen (Blechdosen), oder der Gast muss den Drink selber zusammenbauen…Ein Bild eines Drinks findet ihr hier oben (Drink oben “Der Raum” Colada, invented by Matthew Bax and Luke Whearty) und als Goodie hat jeder Teilnehmer noch eine 1a-Zitruspresse bekommen (nein, kein Topfset und kein Fledermaus-Tattoo). Die Rezepte? Schade, das ihr nicht da ward…

Also, das nächste Mal seid da… Und besten Dank für einen tollen Vortrag, Steffen

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