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Wie muss eine deutsche Cocktailmeisterschaft aussehen?

Mi, Aug 1, 2012

Gastronomie, Netzwerk

Nach den letzten Tagen und der Meisterschaft der DBU in Leipzig stellt sich mir diese Frage unablässig. Ich habe Ideen, aber kann ich alleine keine Meisterschaft stemmen, noch dazu aufrufen. Also stelle ich die Idee zur Diskussion.

Hier ein paar meiner Ideen:

  • Im Idealfall soll diese Meisterschaft die Gesamtheit der deutschen Bartender repräsentieren, ob nun organisiert (DBU, Barzirkel) und/oder unorganisiert
  • Sie soll beides beinhalten, Kreativität und Geschwindigkeit bei hoher Qualität
  • Es muss eine Vorentscheidung geben, die nicht lokal geprägt ist
  • Die Jury muss bekannt sein und akzeptiert von der deutschen Bartenderschaft
  • Die Liquetition von Jörg Meyer war ein Super-Ansatz, mit Antrittsgeld, Bestechungsmodul und allem drumherum, aber ich weiß auch, das die Veranstaltung ein echtes Pfund an Orga und Arbeit war. Mir fehlte nur ein wenig der praktische Bezug zum Job, aber dazu könnte ich mir vorstellen, das jeder Teilnehmer fünf Rezepte erhält und er diese so schnell und so gut herstellen sollte.

Ich geb Staffelstab mal weiter, was für Ideen habt ihr? Wie seht ihr das?

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16 Comments For This Post

  1. Gregor Kroll Says:

    Für mich persönlich ist ein solcher Ausscheid nicht wirklich relevant da meines Erachtens 80% aller aktiven Bartender aussen vor bleiben. Ein offenenr Wettbewerb, der von einem Verband/ Verein organisiert wird und versucht dadurch neue Mitglieder zu aquirieren ist meiner Meinung nach der richtige Weg… Denn ohne Zwang findet man bessere Mitglieder die möglicherweise innovativer und kreativer und vor allem aktiver sind, als wenn man unter Zugzwang steht….

  2. Jonas Stein Says:

    Es sollte doch bitte überhaupt keine deutsche meisterschaft mehr geben!
    Dieser Titel ist unsinnig und völlig an der Realität vorbei… Gerne dbu Wettbewerbe, dann aber doch bitte unter vernünftiger flagge…
    Grüsse Jonas

  3. Matthias Straka Says:

    @Jonas,
    Dieser Titel ist unsinnig? Welche Realität meinst Du? Eine Deutsche Meisterschaft ist absolut sinnvoll, eine spannende Geschichte und der einzige Weg um einen Repräsentant für das IBA Meeting zu stellen.
    Man darf nicht vergessen das die Meisterschaft der DBU Vorreiter für viele andere Wettbewerbe war.
    Das Thema hier ist doch dass viele ,auch teilnehmende, Bartender der Meinung sind “Wer den Deutschen Meistertitel für sich beansprucht, der sollte mit der Zeit gehen und den möglichst repräsentativsten Wettbewerb ausrichten” (dies lese ich zumindest zwischen den vielen Zeilen).
    Die DM der DBU ist der grösste Wettbewerb in Deutschland, viele hundert Barfrauen und Barmänner mixen aktiv mit(ich hoffe das ich die spitzen World Class jetzt nicht unverdient an Platz 2 stelle), es wird Wege zum Relaunch geben, wir freuen uns darauf, es bleibt spannend.
    Shake fresh Matthias, DBU / Barzirkel Leipzig

  4. Marcus S. Siebert Says:

    Eine Öffnung für alle aktiven Bartender, -keeper, -maids der “Deutschen Cocktailmeisterschaft” halte ich schon auch für sinnvoll! Wie das im Details geregelt sein kann bedarf einer ausführlichen Planung und Organisation. Ebenso der Modus. Eine “Deutsche Meisterschaft” abschaffen ist in meinen Augen noch nicht Mal ansatzweise in Frage zu stellen! Man darf aber nicht/nie vergessen, dass sich Vereine und Verbände letztlich über ihre Mitglieder nicht nur präsentieren, sondern natürlich auch finanzieren. Daher ist ja auch nachvollziehbar, dass in den vergangenen Jahren die DBU ihre Meisterschaften nur Mitgliedern zugänglich machte/machen konnte. Ebenso sollte es doch jedem klar sein, dass eben ein Verein noch nicht mal ansatzweise die finanziellen Möglichkeiten/Budgets wie Großkonzerne der Spirituosenindustrie sie haben, hat. Die Idee Startgelder zu erheben finde ich gut, so ist das ja auch bei solchen Events üblich. Nur sollte man bedenken, dass bei Startgeldern auch Preisgelder einkalkuliert werden müssen, um den Wettbewerb attraktiv zu machen. Die DBU ist offen für konstruktive Vorschläge und Meinungen und sehr gerne bereit Gespräche diesbezüglich zu führen! Bis dahin,
    Shake well
    Marcus
    Vizepräsident DBU

  5. drinkmix Says:

    @Jonas
    Es grundsätzlich um den Titel “deutscher Cocktailmeister”, lass die DBU doch einfach mal außen vor, bitte!
    An der Realität vorbei finde ich eine solche Veranstaltung überhaupt nicht. Ich stimme hier zwar Kollegen wie Volker Seibert zu, dass das Tagesgeschäft und damit die tägliche Leistung viel wichtiger ist, aber wie soll man diese messen? Alleine am Umsatz? Wer legt seine kaufmännischen Zahlen schon offen (rhetorisch)? Bist Du also der Meinung, das man Cocktail-Wettbewerbe generell abschaffen sollte?
    Wettbewerbe sind doch gerade für Newcomer eine Möglichkeit ins Licht der Öffentlichkeit zu treten, oder seine Bar zu repräsentieren, mal ganz davon ab, das der sportliche Austausch auf einer solchen Veranstaltung unter Kollegen viele Bartender erst zu dem gemacht haben, was sie heute sind. Die Frage ist doch hier, unter welchem Modus soll es so etwas geben.

  6. drinkmix Says:

    @Marcus
    Danke für die offenen Worte in der Öffentlichkeit. Ich finde die bereits per Mail angestossenen Diskussionen wichtig und um so besser, je eher sie im professionellen Kreis auch hier diskutiert werden.

  7. Jonas Stein Says:

    @drinkmix
    natürlich bin ich nicht gegen wettbewerbe. aber eine deutsche meisterschaft der dbu degradiert sich von selbst.
    nehmen wir mal an der profifussball wäre zum grössten teil nicht bei der fifa organisiert was wären dann die meisterschaften der fifa noch wert?
    mein apell wäre… seid ehrlich zu euch, seid ehlich zu den teilnehmern und seid ehrlich zur öffentlichkeit…
    nichts spricht gegen eine meisterschaft der dbu oder der iba. aber jeder kommender wettbewerb der sich deutsche meisterschaft schimpft und von einer minderheit ausgetragen wird. degradiert nicht nur die veranstaltung sondernauch die organisation und die dbu als verein selbst…
    unabhängig ob wir eine deutsche meisterschaft überhaupt bräuchten…

  8. drinkmix Says:

    @Jonas
    Lass doch mal dein “Feindbild” DBU an der Seite… Es geht um einen Wettbewerb außerhalb der DBU!!!

  9. Robin Weiss Says:

    Voraussetzungen für eine erfolgreiche Competition:

    - klare, eindeutige Regeln, die allgemein zugänglich sind
    und nicht in Details noch kurz vor dem Event geändert werden.
    - ein verantwortlicher Ansprechpartner zur Klärung von Regelfragen
    und veröffentlichte Antworten.
    - eine kompetente Jury, die mit den Regeln vertraut ist.
    - Preisgeld oder Sachpreise von hohem Wert. Schließlich hat der Veranstalter die Kosten für Show-Acts gespart.
    - Information des Publikums über die wichtigsten Bewertungskriterien.

    - eine Meisterschaft, die den Titel “deutsche” im Namen führt muss offen zur
    Teilnahme für alle sein. Die DBU ist weder mit der Fifa noch der ATP vergleichbar,
    die jeweils die Szene maßgeblich beeinflussen und beherrschen.

    Im Falle einer deutschen Meisterschaft sollte über verschiedene
    Wettbewerbsrunden nachgedacht werden, ein reiner Rezeptwettbewerb
    ist nicht mehr zeitgemäß. Für Teilbereiche wie Flair sollte die Expertise der
    entsprechenden Fachverbände(FBA, u.a.) genutzt werden, sofern man dies
    weiterführen will.

    Nebenbei: Ich glaube nicht, dass das Budget der DBU Vereinsmeisterschaft
    dieses Jahr geringer war, als das mancher renommierter Industrie-Wettbewerbe.

  10. Matthias Straka Says:

    @Robin,
    Sehr gute Ansätze aber warum Geld oder Sachpreise, es geht um einen Titel.
    Man könnte eine DM der Netzwerke ins Leben rufen, bodenständig, ehrlich und frei (deshalb werden die Budgets sehr klein sein). Die Startgelder sollten ausschliesslich für die Kosten der Finalteilnehmer verwendet werden.
    Die Vorentscheidungen sollten die bestehenden und zukünftige Netzwerke am “Couchtisch” abhalten, mit einem Warenkorb der von allen Teilnehmern gefüllt werden.
    Die besten drei sollten im Team bei einem Deutschlandfinale antreten.
    Urban, Independent wann geht’s los? Matthias

  11. drinkmix Says:

    @Robin @Matthias
    Danke Robin, für die offene und aus meiner Sicht auch sehr richtige Kritik. Bin in allen Punkten (!) bei Dir.
    Matthias: Geld- und Sachpreise sind dafür da, damit ein Anreiz für jeden, auch die wirklich guten Bartender, zur Teilnahme gesetzt wird. Money rulez the world, so ist es nun mal in unserer Zeit, nur mit Ehre holst du heute nicht mal die Hälfte der Leute hintern Ofen hervor. Hierzu ein Beispiel: Der “Null Promille Cup” ist immer wieder aufgefallen, weil dort Teilnehmer sind, die du sonst nur auf sehr gut dotierten Veranstaltungen oder eben gar nicht siehst. Dieser kleine, schnuckelige, wirkliche gute Wettbewerb dreht sich hauptsächlich um Sirup, der immer wieder Stein des Anstosses vieler Diskussionen ist. Dieser keine Cup ist ziemlich gut dotiert und schwupps (!) machen unglaublich viele Bartender mit, die sonst anstatt bei Wettbewerben eher in ihrer Bar arbeiten und Geld verdienen.

  12. Frank-Johannes Mehnert Says:

    Ich möchte mich grundsätzlich der Meinung von Marcus S. Siebert anschließen, möchte aber noch Folgendes anmerken:
    Es wird danach gerufen, nicht nur DBU – Mitglieder teilnehmen zu lassen. RICHTIG!!! Es werden Preisgelder angedacht oder gefordert. RICHTIG!!! Hat schon mal Jemand darüber nachgedacht, was der ganze Spaß kostet? NEIN!! Ohne Sponsoren wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich. RICHTIG! Aber auch Sponsoren müssen gewonnen werden und auch sie haben begrenzte finanzielle Mittel. Aber wer steht dahinter, wer steht für die zahllosen Stunden der freiwilligen Helfer im Verband? Es gibt Leute in unserem Verein, die reißen sich den Arsch auf und leisten Stunden noch und nöcher, damit alles organisatorisch über die sprichwörtliche Bühne geht.Es gibt Arbeitsteams, die sich in der Vorbereitung einen Kopf machen, die an Sponsorenständen arbeiten und …und..und. Und alles unentgeldlich!!!Ich bin auf alle Fälle für die Öffnung der Deutschen Cocktailmeisterschaft für ALLE Bartender. Wenn man das Niveau beibehalten will, wird sich ein Startgeld nicht vermeiden lassen. Und wenn dann noch Preisgelder gewünscht werden, wird sich das Startgeld wohl in einem dreistelligen Betrag widerspiegeln. Eine Cocktailmeisterschaft mit allem drum und dran hat eine 5 – 6 – stellige Summe.
    Hier ist Fingerspitzengefühl und eine große Portion Verantwortung gefragt. Und das alles ehrenamtlich. Nun frage mich bitte noch einer, ob für nicht DBU – Mitglieder ein Startgeld unnötig sei???

  13. drinkmix Says:

    @Frank-Johannes Ich bin nur bedingt deiner Meinung. Sicherlich ist es richtig, das sich im Hintergrund der DBU-Meisterschaft jede Menge Leute “den Arsch aufgerissen haben”, das bestreitet auch niemand. Für eine solche Meisterschaft, egal in welchem Format und egal von wem organisiert, sind Freiwillige immer Gold wert und gern gesehen.
    Allerdings sehe ich auch hier genügend Kraft und Willen bei deutschen Bartendern, die sich bereits alleine außerhalb der DBU organisiert haben und auch bereits erste Wettbewerbe alleine und ohne DBU gestemmt haben.
    Eine deutsche Cocktailmeisterschaft sehe ich definitiv nicht innerhalb der DBU, solange diese nur für die Minderheit der deutschen Bartender steht. SIe kann nur von außen frei organisiert werden, sicherlich kann die DBU ebenfalls mithelfen, aber sie kann nicht alleinig dafür verantwortlich sein, respektive mittlerweile diesen Titel für sich beanspruchen.
    Es geht bei einer potenziellen “deutschen Cocktailmeisterschaft” aus meiner Sicht nur mit einem Neuanfang, Vergangenheit einfach mal hinter uns allen gelassen.

  14. Frank-Johannes Mehnert Says:

    Wenn es funktioniert, Hut ab, Ärmel hochkrempeln und ran. Ich bin sehr gespanntund werde weiter “das Ohr an der Masse” haben. Schade, dass für mich die Zeit der “Aktiven” vorbei ist (altersbedingt). Falls ich aber irgendwo oder irgendwie helfen kann, sei es auch nur mit einem Rat, bin ich dabei.

  15. Matthias Straka Says:

    @Drinkmix
    Das Geld die Welt regiert ist schon klar, aber ich bin mir sicher das auch die Barkeeper die schon an vielen nationalen/internationalen Wettbewerben teilgenommen haben auch an einer niedrig dotierten Deutschen Netzwerkmeisterschaft teilnehmen würden. Ich würde keinen kaufen wollen, solch eine DM wäre anfangs wirklich nur eine Ehrensache, da sonst nicht stemmbar, denkt drüber nach, gruss m

  16. Sezgin Buluc Says:

    Meine Meinung ist Mann muss nicht bei der DBU sein
    um Veranstaltungen mitzumachen.
    Seuche Verantaltungen müssen Frei züganglich sein.
    DBU ist viel zu steif und Konzervatif was neuen iden an geht.
    Es gibt 90 % von Barkeeper die nicht in der DBU sind Aber ein sehr guten arbeit Leisten und sogar Besser sind Teilweise als Die von der DBU

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