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Cocktailwettbewerb: Es lässt mich nicht los

Sa, Aug 25, 2012

Gastronomie, Mediales, Netzwerk

Nach einigen Diskussionen und Kommentaren werde ich die Ergebnisse hier zusammenfassen. Doch zunächst möchte ich den teilnehmenden Diskussionspartnern danken, so konträr auch manche Meinung ist.

So ist zum Beispiel Ulf Neuhaus, der neue Präsident der DBU, durchaus bereit die Marke “Deutsche Cocktailmeisterschaft” aufzugeben, solange er sich sicher sein kann, das der Wettbewerb wieder an Ruhm und Ehre gewinnt.

Es gibt auch andere Stimmen, die sagen, dass die DBU die Marke “Deutsche Cocktailmeisterschaft” nicht aus der Hand geben darf, zum einen, weil sie eine starke Medienpräsenz hat, zum anderen weil die DBU mit der deutschen Cocktailmeisterschaft vor 28 Jahren begonnen hat. Ich finde, das die Marke mittlerweile genügend lädiert ist, das die Medienpräsenz anfängt zu bröckeln. Sicherlich ist der Playboy nicht unbedingt bekannt für Pulitzer-verdächtigen Journalismus, aber er symbolisiert für mich ein erstes Bröckeln in der Öffentlichkeit. Für diejenigen, die nicht wissen, was ich meine und für diejenigen, die meinen, das es sich um einen generellen ANgriff auf den Berufsstand handelt, zitiere ich einmal das Playboy-Magazin:

Die DEUTSCHE COCKTAIL MEISTERSCHAFT 2012? Darauf wartet die Welt genauso dringend wie auf die nächste Talkshow zum Thema Euro-Bonds. Wobei: Wenn sich alle Tresenclowns mit Vorliebe für bunt beschirmte Mixgetränke am 23. Juli in Leipzig treffen, hat der Rest von Deutschland einen Tag Pause von ihnen. Auch nicht schlecht.

Zu diesem Zitat hat Jörg Meyer auch schon alles gesagt, hier sein Blog dazu.

Die neue Führung der DBU signalisiert also Offenheit für dieses Thema, und genau diese Erfahrung habe ich nun bereits gemacht. Was davon auf der ersten Präsidiumssitzung beschlossen und angegriffen wird, werden wir sehen und steht auf einem anderen Blatt. Vielmehr ist für mich dieser Wettbewerb an sich wichtig.

Hier also die Auflistung, mit Bitte um weitere Vervollständigung:

  • Jeder darf teilnehmen
  • Startgeld für jeden Teilnehmer
  • Das Startgeld wird transparent verwaltet und zu mindestens 80% an die besten drei ausgeschüttet
  • Die Industrie darf, ähnlich wie auch schon bei der Liquetition von Jörg Meyer, Bestechungsmodule schalten. Diese haben den Zweck, die Bartender zu motivieren, speziell ihre Produkte für den kreativen Drink zu nutzen
  • Der Wettbewerb muss sowohl den kreativen Anteil als auch den täglichen Ansturm auf die Theke repräsentieren
  • Die Jury muss bekannt sein und die deutschsprachige Bartenderschaft repräsentieren
  • klare, eindeutige Regeln, die allgemein zugänglich sind und nicht in Details noch kurz vor dem Event geändert werden (Beitrag Robin Weiss)
  • ein verantwortlicher Ansprechpartner zur Klärung von Regelfragen und veröffentlichte Antworten (Beitrag Robin Weiss)
  • eine kompetente Jury, die mit den Regeln vertraut ist (Beitrag Robin Weiss)
  • Preisgeld oder Sachpreise von hohem Wert. Schließlich hat der Veranstalter die Kosten für Show-Acts gespart (Beitrag Robin Weiss)
  • Information des Publikums über die wichtigsten Bewertungskriterien (Beitrag Robin Weiss)
  • eine Meisterschaft, die den Titel “deutsche” im Namen führt muss offen zur Teilnahme für alle sein. Die DBU ist weder mit der Fifa noch der ATP vergleichbar, die jeweils die Szene maßgeblich beeinflussen und beherrschen (Beitrag Robin Weiss)

Noch zu ein paar Einwürfen: Ich glaube, das mit genügend Enthusiasmus jede Veranstaltung gestemmt werden kann, nicht immer muss die Organisation teuer Geld kosten und aus meiner Erfahrung verschiedener Wettbewerbe heraus (meist als Beobachter vor Ort), möchte ich meinen, dass die Veranstaltung der “deutschen Cocktailmeisterschaft” in Summe mit den ganz großen Wettbewerben in Deutschland mithalten kann.

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2 Comments For This Post

  1. Rüdiger Behn Says:

    Viele gute Ideen sind schon zusammen gekommen.

    Ich wünschte mir mehr Fachliches und weniger Show, mehr Persönliches und weniger Lärm. Neben der “Leistungsschau” der Teilnehmer hat m. E. die Veranstaltung dazu beizutragen, die Spirituose als wertvolle Kulturgut des Genusses in der Öfentlichkeit zu kommunizieren. Das Ziel wurde bislang weitestgehend verfehlt, denn dazu kann der in allen Tageszeitungen gern gezeigte Flairkünstler leider nur wenig beitragen.

  2. Bayram Says:

    Vielen Dank ffcr den tollen Einblick, den Ihr dem Leser gewe4hrt. Es ist im psietovin Sinne ein kurzweiliger Reisebericht der zum Nachdenken und Nachschlagen anregt. Wien als Reiseziel reizt mich schon seit langem. Durch den Beitrag habe ich noch mehr den Wunsch Wien einmal anzuschauen und ich finde die Tipps sehr gut. Ich freu mich auf neue Beitre4ge. >Wenn jemand noch mehr Tipps zu Wien hat, bitte auch schreiben. Ich finde die heutigen Reiseffchrer manchmal zu sehr Konsum gesteuert Daher sind Erfahrungsberichte immer etwas schf6nesViele Grfcdfe

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