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Kultur und Kommerz

Do, Sep 20, 2012

Gastronomie

Letzten Samstag war in Witten wieder Cocktailtour, das ist eine Veranstaltung, wo man für einen Pauschalbetrag je einen Drink bekommt pro mitmachender Gastronomie. In Witten waren es diesmal sechs Stationen plus 10cm Sandwich einer großen Kette, das Gänze für insgesamt 15€.
Die Gastronomen nutzen diese Veranstaltung um Werbung für ihre Location zu machen, sollte man denken. Aber wie bekommt man sechs Cocktail-Locations zusammen? Nun, überall, wo Cocktail drauf steht, muß auch Cocktail drin sein. Aber was wird gereicht, wenn die Drinks also kostendeckend und ohne Gewinn maximal 2,10€ kosten dürfen? Das die Veranstaltung ein Erfolg ist, steht übrigens außer Frage, 400 verkaufte Karten für Witten sprechen da eine deutliche Sprache.
Hinzu kommt, dass einige Gastronomen die Veranstaltung tatsächlich als Slotmachine nutzen: Schön 0,2l, viel Eis, viel Orangensaft und ein bisschen Wodka, schon ist der Screwdriver fertig, Wareneinsatz maximal 0,30€.
Die Veranstaltung könnte der Barkultur echt nutzen, wenn die Gastronomen es so machen, wie mein Host: Über Zusammenarbeit mit der Industrie und einem abgestellten Bartender für den Abend eine Dark and Stormy Variante anzubieten. Außergewöhnlich, weil mal nicht süß oder supersüß, wie mir viele Gäste bestätigten.

Wie schon erwähnt, wäre eine solche Veranstaltung eine echte Werbung für Barkultur in diesen Läden, aber sie wird nur sehr vereinzelt genutzt, schade eigentlich. Übrigens vermelden Gäste aus den Städten Essen, Dortmund, Hagen und Lippstadt ähnliches.

Das heißt jetzt nicht, das die Gäste diese Veranstaltung nicht mehr buchen sollen, ganz im Gegenteil, geht hin, kauft Karten, zeigt den Gastronomen offen, wie wichtig euch Gästen gute Drinks sind!

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3 Comments For This Post

  1. Grischa Says:

    Das ist ja das Problem, dass die Gastronomen oft zu kurzfristig denken. Ahhh, Gratis Cocktail, billig, kein Wareneinsatz. Anstatt nachhaltig mit einem Guten Drink die Kunden in den laden zu locken, auch wenn sie an dem Abend dann evtl mal ein bisschen drauf zahlen…

  2. drinkmix Says:

    Hallo Grischa,

    und wenn die Gastronomen das geschickt machen und vielleicht konstruktiv mit dem ein oder anderen Partner zusammenarbeiten, müssen sie noch nicht einmal drauf zahlen…. sehe ich also genauso.

    Danke für dein Feedback

  3. A. Kahle Says:

    Hi,

    Ich kann dazu nur sagen, das die Grundidee ganz gut ist aber letztendlich Null Knowhow seitens des Veranstalters & größtenteils des Gastronoms vorhanden ist. In der Form würde ich es ehrlich gesagt niemanden empfehlen, daran teilzunehmen.
    Seitens der Industrie wird ja gesponsert, siehe eine Tour in Essen, die die Fa. Team Spirit mit auf dem Flyer hatte. Eine Essener Systemgastronomie ansässig am Kennedyplatz hatte im Zuge dessen als “Cocktail” einen Asbach-Cola angeboten. Hallo???? Gehts noch?!

    Ich finde, es bedarf einer gründlichen Reformation dieser Tour….

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