
Ja, es ist schon wieder fast zu lange her, aber der private Umzug in neue und gemeinsame Gefilde ist halt wichtiger als die Pflege eines Blogs.
Doch wieder zum geschehen: Am 01. März traf sich der Barzirkel zum insgesamt 15. Mal. Wir (der harte Kern von vier Leuten) waren es gewohnt, das vielleicht der ein oder andere Gast oder Bartender hinzukommt, doch diesmal explodierte das Treffen förmlich: 16 Personen, alle sehr interessiert am Thema Barkultur im Pott kamen zusammen. Neu war zum Beispiel der Redakteur des Szenemagazins Port01, Banneke (direkt drei Mann hoch) dem Anlaufpunkt im Ruhrgebiet wenn es um Spirituosen geht, zwei zukünftige Kollegen, die sich mit dem Gedanken plagen, eine eigene Gastronomie/Bar zu eröffnen und Rat suchen… und natürlich wieder der harte Kern und endlich auch mit dem Gastgeber des FCUK-Yoga Axel Klubescheidt.
Es war ein lockeres Miteinander, netzwerken war angesagt, Erfahrungen wurden ausgetauscht, man lernte sich kennen. Dieses chaotische Sit-In wurde immer wieder gekrönt von der ein oder anderen vorzustellenden Spezialität, wie einem Rittenhouse Rye 100 proof (an Andreas von Banneke: Die Order steht, wenn ihr den ranschafft, sind drei Flaschen mein) oder einem Ingwer Cordial aus dem umliegenden Rewe, der alle zum Staunen brachte, und mehr Ingwer in sich trägt als so mancher Likör aus edlem französischem Hause und auch noch für kleines Geld zu haben ist (Wer daran interesse hat, möge sich melden, ich sende gerne Preis und Namen, damit ihr im Rewe eurer Wahl die Order aufgeben könnt. Der Cordial kommt übrigens aus Hamburg!). So tröpfelte der Abend vor sich hin… Und wir freuen uns schon auf das nächste Meeting, diesmal an ganz anderer und neuer Stelle. Am 12. April fallen wir in den Cuba Club in Mülheim an der Ruhr ein.
Nach einigen Diskussionen auf mixology bin ich mit gestähltem IHK-Wissen durchs Leben gegangen. Ein guter Bekannter, seines Zeichens Eigentümer der Cocktailschule Cocktail Convention in Dortmund, kam nun heute auf mich zu, um mir einen Fall zu schildern, den ich hier gerne wiedergeben möchte:
Ein potenieller Schüler seiner Schule fragte an, ob man denn an der Cocktail Convention auch einen Abschluß mit IHK-Zertifikat machen kann. Hintergrund für diesen jungen Mann war das Verlangen eines potenziellen Arbeitgebers aus der Hotellerie eben diese IHK-Zertifikats, sonst kein Job als Bartender. Kurz danach kam ein zweiter potenzieller Schüler mit selbiger Anfrage.
Dies war für Herrn Schütte (Leiter der Cocktail Convention) nun genügend Anlass einfach einmal bei der IHK Dortmund anzufragen, denn schließlich ist er dort zahlendes Mitglied. Er griff zum Hörer und quälte sich durch mehrere Stationen schließlich zur richtigen Ansprechpartnerin. Lapidare Antwort auf die Anfrage war: Aufgrund fehlender Nachfrage wird in Dortmund kein Prüfungsausschuß gestellt. Auf die Frage, dass es ja in anderen Bundesländern IHK-Zertifikate gibt und man sich vielleicht ja mal mit diesen IHKs kurzschließen könne, kam als Antwort: Daran besteht in Dortmund kein Interesse, da die IHKs ja autark sein und jeder für seinen Haushalt eigenverantwortlich ist. Somit wird kein Kontakt hergestellt, weil dann ja die Gelder für die Prüfung in andere IHKs fließen würden.
Damit steht fest, dass Prüflinge zwar ihre Prüfung an den bekannten IHKs Prüfung ablegen können, aber die Reisekosten natürlich dann selber tragen müssen. Dazu kommt noch, das es angeraten wird, einen entsprechenden Prüfungsvorbereitungskurs zu besuchen. Dieser Prüfungsvorbereitungskurs wird ebenfalls bei der Cocktail Convention angeboten, jedoch arbeitet bisher keine IHK mit eben besagter Schule zusammen.
Die IHKs, die die Prüfung abnehmen sind: München, Oberbayern, Hamburg, Koblenz und Südwestsachsen-Chemnitz-Plauen-Zwickau.
Bedenklich finde ich auch, dass den Prüflingen von ihren potenziellen Arbeitgebern in der Hotellerie suggeriert wird, dass ausschließlich ein Stempel der IHK ein lohnenswertes Zertifikat ist.
Deshalb nun die Frage ins Plenum: Wer hat ähnliche Erfahrungen gesammelt? Wo gibt es denn noch fehlende Nachfrage?
Am 1. März trifft sich der Barzirkel Ruhrgebiet zum dritten mal in diesem Jahr und insgesamt also seit 17 Monaten. Mittlerweile sind wir eine illustre Runde, die mal größer mal kleiner ist, uns besuchen Kollegen aus der Spirituosenindustrie, Connaisseure, Bartender und Interessierte am Thema Barkultur. Jeder is dabei herzlich willkommen, der meint zu diesem Thema einen Beitrag zu haben.
Diese Treffen sind meist sympathisch-chaotisch, weil meist jeder den ein oder anderen Tropfen mitbringt, zum verköstigen, zum drüber reden oder zum verarbeiten. Es werden Reise- und Erfahrungsberichte ausgetauscht und meist endet es in einem lustigen Beisammensein, in dem sich kleinere Gesprächskreise finden. Das ist so durchaus gewollt. Ab und an stellen wir einen Abend unter einem Motto, doch dieser 1.März steht ganz im Zeichen der Barkultur.
Daniel Biernatowski von der Mischerei und meine Wenigkeit führen als Moderator durch die Abende. Diesmal treffen wir uns übrigens im FCUK YOGA in Essen in der Emmastraße. Unser Gastgeber Axel Klubescheidt freut sich schon auf diesen Abend.
Mittlerweile merkt man unter den Stammbesuchern den Willen etwas zu tun und nach unserem ersten Training Day Ende letzten Jahres gibt es den ein oder anderen Interessenten in der Gastronomie. So ist das Projekt MISCHEN/MISSION IM POTT entstanden. Noch ist diese WebSite übrigens hierhin verlinkt, aber das wird sich schon bald wieder ändern.
Ihr seid herzlich eingeladen, kommt vorbei und lasst es uns anpacken. BARKULTUR 2010!
Blog trifft Gastro in Berlin hatte noch mehr zu bieten, als nur zu frühstücken und kennenlernen. Helmut Adam von Mixology hat sich mächtigviele Gedanken gemacht und uns drei innovative Hotelkonzepte vorstellen lassen.
Der Start war The Circus direkt über der Fabisch Bar. Historisch aus einem Hostel-Konzept entstanden stellte uns der Barmanager Jared Goldman die Besonderheit vor: Individuell gestaltete Zimmer in jugendlicher Umgebung, sozusagen für die älter gewordenen Rucksack-Touristen, die mittlerweile eine heimelige Atmosphäre dm Lärm der Sechs-Bett-Zimmer vorziehen. Zu Leihen ist nahezu alles, und das meiste davon im Preis inbegriffen: Laptop, Handy, Segways.
Als nächstes in das neugeschaffene Amano, dort ist alles ein wenig anders. Der Flur ist ein Flickenteppich aus alten Grand-Hotel-Vorlegern, die Zimmer sind schlicht, aber modern und hochfunktional. Die Amano Bar ist einer der angesagtesten Orte und schreit gerade zu nach einem Test.
Schließlich das Casa Camper. Hier ist auf den Zimmern Funktionalität pur und im Preis enthalten ist eine Essensflatrate, denn man kann soviel Essen wie man mag, alles inklusive im siebten Stock. Die Speisen werden immer wieder aufgefüllt, jedoch der Tageszeit angepasst. Die Bar basiert auf Vertrauen, jeder Gast, der sich selbst einen Drink macht, ist so ehrlich und schmeist einen Zettel mit seinem Namen in ein Fach, damit der Drink abgerechnet werden kann. Hut ab vor soviel Gastlichkeit, auf das das Konzept nicht ausgenutzt wird.
Noch sitzen wir hie beim Frühstück und lernen uns gegenseitig kennen. Sehr feines Buffet, erste Interessen werden ausgetauscht, und die ersten Artikel werden geschrieben. Gleich werden wir uns in Berlin drei Hotelkonzepte anschauen und dann geht es weiter….
Ich freu mich auf den Tag schon seit Wochen, habe es aber nicht geschafft darüber zu schreiben, dafür berichte ich jetzt live.
Dirk war mal wieder kreativ und wie der geneigte Leser sieht, ist bei uns so etwas wie die “Mozart-Seuche” ausgebrochen. Der Brand Mozart Dry ist ja auch mal superlecker und schreit gerade nach jeder Menge Rezepturen.
Da Dirk ein großer Flip-Fan ist, hat er einen Flip mit Mozart geschaffen. Hier die Rezeptur:
2 cl Karamellsirup (Giffard)
3 cl Sherry cream (Williams & Humbert)
2 cl Half´n´Half
1 Eigelb
4 cl Mozart dry
Zubereitung:
Alle Zutaten mit viel Eis in einen Shaker packen und sehr kräftig durchschütteln. Anschließend in ein vorgekühltes Glas abseihen und genießen.
- Ein Rezept mit Minze und Schokolade Di, Jan 26, 2010
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Di, Mrz 9, 2010
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